• Historische Fassadenansicht des Gasthof Hinterbrühl mit Wappen und grünen Fensterläden

Geschichte

des Gasthofs Hinterbrühl am See

Wo die Isar in weiten Bögen durch die Auen zieht, liegt am linken Ufer, nur einen Steinwurf vom Hinterbrühler See entfernt, einer der traditionsreichsten Gasthöfe Münchens. Umgeben von altem Baumbestand und dem Rauschen des Flusses, ist die Hinterbrühl seit über 200 Jahren ein Ort, an dem sich Münchnerinnen und Münchner unter schattigen Kastanien zu Bier und Brotzeit versammeln – ein Biergarten, wie ihn sich schöner kaum jemand erträumen könnte.

Von der Kalkbrennerei zum Wirtshaus

Seinen Ursprung nahm das denkmalgeschützte Gebäude im 18. Jahrhundert als Kalkbrennerei. Erst mit der benachbarten zentralen Floßlände, an der die Isarflößer ihre Ware anlandeten, wandelte sich das Haus zu einer beliebten Einkehr für die hart arbeitenden Flößer – der Beginn seiner langen Geschichte als Gasthof. Die idyllische Lage an der Isar und die Nähe zur mondänen Villenkolonie Prinz-Ludwigs-Höhe sorgten bald für regen Zulauf auch aus der Stadt: Die Hinterbrühl wurde zum beliebten Ausflugsziel der Münchner Bürgerschaft.

Sein bis heute vertrautes Gesicht erhielt das Haus 1909, als der Architekt Josef Schrank das langgestreckte Hauptgebäude im Landhausstil umgestaltete. An der Ostseite ergänzte er einen Quergiebel und stattete das Haus mit hölzernen Balkonen aus – jener alpenländische Charme, der die Hinterbrühl bis heute prägt. Nach einer umfassenden Sanierung im Jahr 1991 erstrahlte der Gasthof in neuem Glanz, ohne dabei seine historische Seele zu verlieren.

Die Ära Wildmoser

Über viele Jahre, bis zu seinem Tod am 28. Juli 2010, führte der Münchner Großgastronom, Hotelier und Fußballfunktionär Karl-Heinz Wildmoser den Gasthof – eine prägende Zeit, in der sich die Hinterbrühl fest im gastronomischen Gedächtnis der Stadt verankerte.

Aufschwung unter Gerry Haberl

Anfang 2011 übernahm Gerry Haberl, zuvor im Seehotel Leoni am Starnberger See tätig, die Pacht des Traditionshauses und führte es zu neuen Erfolgen. Bereits im ersten Jahr seiner Leitung wurde die Hinterbrühl beim Gastronomiepreis Oberbayern in der Kategorie „Gasthaus/Wirtshaus“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet, 2011/2012 folgte eine zweite Gastro-Goldmedaille. Als Krönung wurde der Biergarten 2012 und 2013 zum „schönsten Biergarten Oberbayerns“ gekürt – eine Anerkennung, die die besondere Atmosphäre unter den alten Bäumen am See eindrucksvoll bestätigte.

Ein neues Kapitel: Familie Wagner

Seit Januar 2026 schreibt die Wirtsfamilie Wagner die Geschichte des Gasthofs Hinterbrühl am See fort. Marcus und Edith Wagner sind Münchner Gastronomen mit Leib und Seele: Gemeinsam mit ihren beiden Söhnen betreiben sie bereits den Augustiner Spieglwirt in München-Moosach, eines der beliebtesten Traditionswirtshäuser der Stadt, und bringen nun ihre Erfahrung und Leidenschaft an die Isar.

Mit der Familie Wagner kehrt auch ein Stück Brauereitradition an den Hinterbrühler See zurück: Frisch gezapftes Augustiner Bräu und ausgewählte Bierspezialitäten der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg sorgen künftig für den richtigen Durstlöscher – ob auf der Seeterrasse, im Biergarten oder in den gemütlichen Stuben.

Die Familie Wagner verbindet bewährte bayerische Wirtshauskultur mit frischem Engagement und freut sich darauf, den Gasthof Hinterbrühl in eine neue Ära zu führen – mit demselben Herzblut, das dieses Haus seit über 200 Jahren auszeichnet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Familie Wagner und das Team vom Gasthof Hinterbrühl

Herzförmiges Logo mit Hirschgeweih als Symbol des Gasthof Hinterbrühl